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Der Archäologische Wanderweg in Neunkirchen am Sand gibt Ihnen einen Einblick in die Vorgeschichte, die sich in der Nähe des Glatzenstein bei Weißenbach abspielte.
Als Symbol des Archäologischen Wanderweges ist das „Speikerner Reiterlein“, ein gerade mal 8 cm langes Pferd mit Reiter. Tonplastiken dieser Art sind selten. Sehen sie auf den Rundwanderweg ein Grabhügelfeld, mittelalterlichen Wall und Graben, Höhlen und einen mittelalterlichen Kalkofen.
Wenn Sie Neunkirchen besuchen, werden Ihnen die Kirchtürme der „Mariä Himmelfahrt“ auffallen, dessen ehemaligen Wehrtürme aus dem 14. Jahrhundert stammen.
Der Archäologische Wanderweg der Gemeinde Neunkirchen am Sand ist einer der meistgegangenen Spazierweg im Nürnberger Land.
Er zieht Besucherscharen unter anderem aus Nürnberger Betrieben, Behörden und Schulen an.
Der Umfang der Informationen wurde durch das Anbringen zweier weiterer Tafeln erweitert. Am Wasserhochbehälter des Ortes Speikern findet man ein Grabhügelmodell mit einer umgebenen Steinsetzung und ein weiteres Modell einer Grabkammer aus der Hallstattzeit. Eine Informationstafel gibt nun Auskunft über Grabhügel jener Kulturepoche, die sich in der Grabhügelgruppe im Schallerholz präsentiert.
Grabhügel, wie sie in der Nähe von Speikern, Kersbach und Rollhofen gefunden wurden, sind in den meisten Fällen der „Hallstattzeit“ (750 – 500 v. Chr.) zuzuordnen. Der namensgebende Ort liegt in Österreich. Am Anfang dieser Kulturepoche kannte man sowohl die Brand- als auch die Körperbestattung. Die oft riesigen Stein- und Erdmengen, die für den Bau dieser Hügel notwendig waren, lassen auf eine große Zahl von Untertanen wichtiger und einflussreicher Frauen und Männer schließen. Einfache Leute wurden unter kleineren Hügeln bestattet oder in Erdgruben ohne Hügelaufschüttung beigesetzt. In den meisten Fällen waren die Grabhügel mit einem Steinkreis oder mit eine, flachen Graben umschlossen. Ein so umfriedetes Grab galt als heiliger Bezirk.
Die Grabkammer im Hügelinnern bestand aus einem Holzeinbau, der als „Haus des Toten“ anzusehen ist. Zur Stabilisierung war dieses mit Baumstämmen überdacht und in vielen Fällen ganz mit Steinen ummantelt. Der Tote ruhte inmitten von Ausrüstungsgegenständen (Grabbeigaben) für ein Leben im Jenseits, meist in einer Lage, die auf die Verehrung der Sonne hinweist. Über und neben den Grabkammern oder sogar neben den Hügeln können Nachbestattungen vorkommen. Auch Brandgräber wie sie in der vorangegangenen Urnenfelderzeit (1250 -750 v. Ch.) üblich waren, werden in der Hallstattzeit noch immer angelegt. Mitunter kennzeichnete die Stelle ein aufrecht gestellter Stein.
Die Toten wurden in ihrer Kleidung beigesetzt. Zur Ausstattung der Frauengräber gehörten neben den üblichen Gefäßen Gegenstände, die in einem technisch aufwendigen und komplizierten Verfahren hergestellt wurden: Fibeln, Gürtelschnallen, Arm- und Fußringe, Messer…
Die Männer erhielten hin und wieder Waffen und Pferdezaumzeug in die Grabkammer gelegt. Ganze Pferdegespanne mit einem dazugehörigen Wagen sind als Grabbeigaben jedoch selten. Die gleichzeitige Ausbreitung einer neuen Religion wie die Einführung einer neuen Pferderasse beeinflussen die Entwicklung einer veränderten Gesellschaft. Das „Speikerner Reiterlein“, rund 1800 m südwestlich von hier gefunden, ist gewissermaßen ein Symbol der hier ansässigen Völkerschaften, die später von den Römern „Kelten“ genannt werden.
Die Keramik dieser Epoche hebt sich wegen ihrer Farbigkeit von der Keramik anderer vorgeschichtlichen Epochen wohltuend ab. Sie ist oft kunstvoll mit Ritzlinien, Stempelaufdrucken oder einer zusätzlichen Bemalung verziert. Das Vorkommen von Importkeramiken weist auf weitreichende Handelsbeziehungen bis in den Mittelmeerraum hin; diese lassen aus heutiger Sicht kulturelles und wirtschaftliches Geschehen wie landschaftlich differenzierte Modeströmungen in Kleidung und Hausrat innerhalb unseres Gebietes erkennen. Überraschend ist auch, dass dieses hier ansässige Volk vom griechischen Geschichtsschreiber Herodot (485 bis 425 v. Chr.) bereits erwähnt wird.
Bevor man von der Nordseite durch ein Felsengewirr steil bergwärts zum Felsmassiv des Glatzensteins kommt, findet man auf halber Höhe zur Hochfläche links des Weges ein in den Hang hineingebautes ringförmiges Mauerwerk: die Fundamente eines bäuerlichen Kalkofens. Auch hier gibt eine weitere Informationstafel Hinweise.
Hier handelt es sich um einen sogenannten Kuppelofen zum Brennen von Kalk, dem Vorläufer von Zement. Sein Fundament wurde aus praktischen gründen in den Berghang hineingebaut, um dem Druck beim betrieb des Ofens entgegenzuwirken, also ein Platzen und Auseinanderbrechen der Anlage zu verhindern. Das ringförmige Fundament hatte talwärts bis zum Boden eine Öffnung, um Asche und verbrauchte Glut entfernen zu können. Auf diesem Fundament wurde oberhalb der Befeuerungsöffnung ein Gitter aus Eisenstäben gelegt, welches das zu erhitzende Kalkgestein zu tragen hatte. Bis etwa zum Jahre 1750 soll dieses Eisengittersystem verwendet worden sein. Dann wurde durch eine Aufschichtung des zu brennenden Materials in festen gemauerten Öfen die Kalkbrennerei kostengünstiger und schneller durchgeführt. das bis dahin verwendete Eisengitter war überflüssig geworden. Vereinzelt haben Bauern, die ihren Kalk selbst brannten, in Notzeiten jedoch bis 1950 nach dem gleichen Verfahren gearbeitet.
Auf das Eisengitter wurde der Kalkstein, der hier am Glatzenstein gebrochen wurde, so aufgelegt, dass die größeren Steine nach innen und das Kleinmaterial an der später entstehenden Außenwand zu liegen kamen. Auf einer dünnen Strohauflage, die um die ganze Außenwand gelegt wurde, verschmierte man die Hülle mit nassem Lehm, der ebenfalls Kalksteinbrocken enthielt. In die große Lehmkuppel wurden zur Steuerung des Brennvorganges verschließbare Luft- und Zuglöcher eingelassen. Das später zur Asche verbrannte Strohpolster bildete zwischen den zu brennenden Kalksteinen und Kuppel eine Trennschicht. Diese Ofenladung zerfiel bei einer Temperatur von rund 1 000 Grad Celsius geräuschvoll in kleine Stücke und schrumpfte dabei auf rund 56 % ihres Volumens; der Statik der Kuppel konnte dies nichts mehr anhaben. Rund 44 % des Kalkgesteins gingen beim Brennvorgang in Form von Dämpfen und Gasen durch die schon erwähnten Luft- und Zuglöcher verloren. Bei älteren Öfen dauerte der Brennvorgang eineinhalb bis fünf Tage unter Verbrennung von Unmengen an Holz. Bei den weiterentwickelten späteren frühindustriellen Kalköfen benötigte man vergleichsweise nur noch 12 Stunden.
Nach Abschluss des Brennvorganges wurde der ganze Kuppelofen bis auf die Fundamente abgebrochen und das nicht völlig zu Ätzkalk (Brandkalk/Löschkalk) umgewandelte Material wieder für eine neue Ofenfüllung verwendet. Der Ofen selbst musste dann ab dem Fundament neu aufgemauert werden. Heute würden wir ihn als „Wergwerfofen“ bezeichnen. Die Ätzkalk-Stücke wurden in Gruben oder Wannen mit Wasser gelöscht. Dabei quoll der Löschkalk zur dreifachen Menge seines Volumens auf. Diese Masse musste bei Errichtung wichtiger Bauten wie Festungswerke, Stadtmauern, Kirchen usw. bis zu 10 Jahre unter Wasserabdeckung lagern, um dann mit Sand vermischt als Mörtel verwendet zu werden. Zuwiderhandlungen konnten bestraft werden. Um 1 000 kg Kalkgestein zu Ätzkalk zu brennen, verwendete man 1 000 kg Holz, das sind 2 bis 3 Kubikmeter. Das Endprodukt mit einem Gewicht von rund 500 kg Ätzkalk hätte heute in zehn handelsüblichen Papiersäcken Platz.
1824 wurde der Zement erfunden. der wesentlichste Vorteil dieses neuen Stoffes gegenüber Kalk ist die Aushärtung auch unter Wasser. Er erleichtert die Errichtung von Brücken und anderen Wasserbauwerken enorm. Ein weiterer Unterschied besteht zwischen Kalk-Beton und Beton aus Zement: Während Beton aus Kalk durch nochmaliges Brennen im Kalkofen wieder zu Ätzkalk oder Löschkalk zurückverwandelt werden könnte (der enthaltene Sand lässt jedoch von einem solchen Verfahren abraten), kann man Zementbeton auf diesem Weg nicht mehr wiederverwenden.
Ein sehr markanter Kletterfelsen mit 572m Höhe bei Weißenbach am Rand der fränkischen Schweiz.
An schönen Tagen hat man hier eine herrliche Aussicht. Der Blick folgt hier dem Rand der Fränkischen Schweiz. Wenn man gegen Nürnberg blickt, was an klaren Tagen deutlich zu erkennen ist, liegen zur rechten Hand der Rothenberg, Lillinghof und ganz in der Ferne Gräfenberg. Im Flachland sind wie geschrieben, Nürnberg, Lauf und andere Orte zu erkennen. Weiter links schließt sich dann der Blick mit Moritzberg, Deckersberg und Houbirg.
Weitere ausführlichere Information zu den Sehenswürdigkeiten erhalten sie auf den Internetseiten des Heimat- und Geschichtsvereins.
Bis 1990 zierte der Ortsbrunnen in Neunkirchen am Sand im -Volksmund „Starfighter“ genannt- die Ortsmitte. Der moderne Brunnen spiegelte die Giebel der fränkischen Häuser wieder.
Der Brunnen wurde am 19.09.1990 umgebaut.
Die Bilder zeigen den vorherigen Brunnen wie er umgebaut wurde. Heute zieren zwei spielende Fischotter den Ortsbrunnen. Diese sollen Bezug auf die am Rathaus vorbeifließende Röttenbach nehmen. Bei dem Umbau sollte das vorhandene Brunnenmodell erhalten bleiben.
Das Wahrzeichen von Neunkirchen a.Sand schlechthin ist die katholische Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“.
Auf einer im Ortskern gelegenen Anhöhe prägt sie seit Jahrhunderten das Ortsbild. Auf fast jeder Postkarte und jedem Logo erscheint das markante Bauwerk.
Bei der von dem ehemals stark befestigten Friedhof umgebenen Kirche handelt es sich um eine richtige Kirchenburg. Die Umwallung umschloss außer der Kirche und dem Friedhof das Pfarrhaus, das Mesnerhaus, ein Bauernhaus und noch ein weiteres Gebäude.
Von der ältesten Kirche aus romanischer Zeit haben sich kaum Reste erhalten. Die Mauern des Schiffs und die unteren Teile der Wehrtürme stammen wohl aus dem Anfang des 14. Jahrhunderts. Der Ausbau und eine wesentliche Verstärkung erfolgte vermutlich in der „Hussitenzeit“, den 1420er und 1430er Jahren. Das oberste Geschoss des Westturmes ist aus dem Jahr 1514, das des Nordostturmes , der sich über der Sakristei erhebt , wurde 1552 repariert. Von der ehemals reichen gotischen Ausstattung der Kirche hat sich nichts erhalten.
Das Innere wurde 1688/89 etwas barockisiert, womit der Schnaittacher Schreiner und Bildhauer Johann Adam Doser, der Amberger Bildhauer Johann Konrad Vogel und der Auerbacher Maler Georg Wild beschäftigt waren. Sein heutiges Aussehen erhielt der Innenraum erst durch die umfassende Neugestaltung 1722-24 . Die Gesamtstuckerung, vorwiegend aus feingliedrigem, zartreliefviertem Band,- Gitter- und Rankenwerk, stammt von dem Amberger Meister Philipp Jakob Schmutzer.
Die Deckengemälde schuf 1723/24 der Münchner Maler Johann Adam Müller nach einem vorbestimmten Programm : Im Chor die Darstellung Jesu im Tempel, in den Ecken die vier Evangelisten. Im Langhaus (von West nach Ost) fünf Szenen aus dem Marienleben : Geburt Mariens , erster Tempelgang, Verkündigung, Besuch bei Elisabeth, Darstellung Jesu im Tempel. In den ovalen Stuckrahmen beiderseits der Mittelgemälde symbolische Darstellungen aus der lauretanischen Litanei. An der Nordseite von Ost nach West : Turm Davids, Thron Salomons, Goldenes Haus, Morgenstern. An der Südseite : Elfenbeinerner Turm, Himmelpforte, Goldene Rose, versiegelter Quell.
Der Hochaltar und die beide Seitenaltäre , sämtliche 1723/24, sind Werke von Johann Michael Doser, dem Sohn Johann Adam Dosers, unter Mitarbeit des Amberger Schreinermeisters Georg Wolf Pacher und des Amberger Bildhauers Franz Joachim Schlott.
Zwischen den Säulen des Hochaltars die Statuen von St.Anna und St.Joachim, beiderseits auf Postamenten der heilige Josef und Johannes der Täufer. Das Gemälde des nördlichen Seitenaltars (St.Sebastian) stammt von Johann Gebhard aus Ingolstadt, dem wohl auch die Gemälde des Hochaltars (Himmelfahrt Mariä) und des südlichen Seitenaltars (St.Nepomuk) zugeschrieben werden können.
Werke von Johann Adam Doser sind die beiden Figuren St.Heinrich und Kunigunde an der Nordwand der Kirche; sie waren bis 1723 an dem 1688 von Johann Adam Doser erstellten Hochaltar. Die Madonna zwischen beiden ist eine Kopie einer verschollenen spätgotischen Figur. Von Johann Michael Doser stammt der reiche Dekor der Kanzel und die Ornamentierung der Seitenwangen des Gestühls.
Das barocke Orgelgehäuse schnitzte Johann Konrad Vogel in den Jahren 1689/90. Die Folge der 14 Kreuzwegstationen ist von dem Bamberger Maler Andreas Mattenheimer um 1780/90 gefertigt worden. Außen beiderseits des Westportals in Nischen die Holzfiguren der Mater Dolorosa und Johannes des Evangelisten; um 1724, wohl aus der Werkstatt Johann Michael Dosers. Die einschiffige St. Magdalenenkapelle am Nordrand des Friedhofes, ist nach Einlegung einer baufälligen aus gotischer Zeit, 1682 errichtet worden, so, wie sie auch heute noch steht.
Die Pfarrkirche stellt mit ihrem quadratischen Chor und durch ihre eigenartige Zweitürmigkeit eine baugeschichtliche Besonderheit dar und ist dadurch zu einem Wahrzeichen des Gebietes geworden.
Den heute so selbstverständlich scheinenden Zugang in den Friedhof von Westen her hat man erst 1850 erstellt. Der Pfarrhof stand von Anfang an innerhalb der Umwallung, jedoch näher an der Kirche, neben deren Nordwestecke. Er wurde 1609 abgebrochen und neu aufgebaut, 1682/83 repariert und 1785/87 komplett saniert. 1850 brach man ihn ganz ab und erbaute einen neuen Pfarrhof, der auch heute noch steht. Da dessen Westwand auf der Umwallung ruht, musste diese sehr verstärkt werden, was aber auch für die angrenzenden Teile nötig war, sowohl an der Nordwestecke, wo ein neues Waschhaus entstand, wie auch südlich des neuen Pfarrhauses, wo damals der westliche Zugang zum Friedhof geschaffen wurde. Das Pfarrhaus war 1851 vollendet.
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